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Sonntag, 21. Juni 2020
The History of Touch - by Mischa Badasyan
live performance for photography

Concept: Mischa Badasyan
Photography: Abdulsalam Ajaj

ACHTUNG: Aufgrund der anhaltenden Corona Pandemie wird diese Performance für Fotografie im öffentlichen Stadtraum stattfinden – spontan und ohne Vorankündigung von Zeit und Ort.

Was heißt Berührung in Zeiten von einer Pandemie? Einsamkeit und depressive Schübe, sind selbst bei den optimistischsten Menschen zur Zeit ein immer wiederkehrendes Gefühl. Wie gehen wir damit um, was fehlt uns, was können wir an positiven Impulsen an die derzeitige räumliche Distanz einbringen?

"Um etwas zu verstehen, muss man es anfassen."

Mischa Badasyan stieß auf diesen Satz, nachdem er selbst ein großes Bedürfnis nach taktischem Kontakt und Kontakt zu den Menschen um sich herum verspürte. Berührung ist für ihn das wichtigste Werkzeug um Menschen kennenzulernen. "Ich kann mich nur mit jemandem anfreunden, wenn ich diejenige oder denjenigen auch berühren kann."

Für Badasyan ist Körperkontakt der beste Beweis dafür, dass wir existieren und Berührung das Schlüsselwerkzeug der Erkenntnis. "The History of Touch" arbeitet mit Fingerspitzengefühl im öffentlichen Stadtraum und nutzt die künstlerische Arbeit als Kommunikationsform um die Gesellschaft sozial zu berühren, was sich im weiteren Verlauf auch zu einem politischen Diskurs ausweiten und verwandeln kann.

Die Grundidee des Projekte "The History of Touch" sollte einen Reflektionsraum anbieten, der uns ermöglicht mal wieder im Hier und Jetzt unsere direkte Umgebung zu betrachten. In der damaligen Annahme, dass sich im Alltag eher alle Prozesse zu beschleunigen versuchen, damit wir Geld und Zeit sparen, sollte in diesem Projekt die Entschleunigung und das Nachspüren der Berührung gesucht werden. Nun haben wir zwar im Alltag eine massive Entschleunigung durch Covid 19 erfahren, aber müssen plötzlich weitgehend auf Berührung verzichten. Selbst gute Freunde werden nicht mehr in den Arm genommen.

Wie können in dieser Situation aus Fremden Freunde werden? Was, wenn in jedem Kontakt doch auch immer die Angst vor Covid19 mitschwingt? Diese Angst erinnert mich stark an die frühen 80er Jahre. Als man sich unwissend die Frage stellte, ob man aus dem gleichen Glas von jemandem trinken, der mit HIV infiziert ist? Bei Covid wird uns schon die versehentliche Berührung von Fremden in der U-Bahn oder im Bus zu viel – wenn man überhaupt sich noch in öffentliche Verkehrsmittel begibt. Oftmals ist die erste Reaktion Ablehnung, Entfremdung und der Wunsch sich zurückzuziehen.

Das Studio: Ilka Theurich - project space möchte nun mit einer sehr intimen Fotoreihe des Berliner Künstlers Mischa Badasyan im Öffentlichen Stadtraum auf diese Reflexion aufmerksam machen. Hier berührt nicht die Live Performance, sondern die Fotografie eines Live-Momentum, das wiederum als Druck im öffentlichen Stadtraum ausgestellt werden soll.

Veranstaltungsraum: der öffentliche Stadtraum
Start: im Morgengrauen

Donnerstag, 22. Juni 2017
Letztes Jahr noch auf dem Edinburgh FRINGE Festival und dieses Jahr mit einer Welturaufführung im atelier:bettfedernfabrik.

Lara Buffard & Gur Arie Piepskovitz (London) werden ihre neue interaktive und partizipative Live Performance HOW TO REDEEM YOURSELF WITH ONLY 7 DEADLY SINS? präsentieren.

Für die 6. Ausgabe der atelier:performance werden die Künstler ein Experiment / ein Spiel vorbereiten:

„Es ist Zeit, deine Hybris zu konfrontieren, Frieden mit deiner Achillesferse zu schließen oder um genau zu sein: Die Sünde zu umarmen! Wir laden Sie ein, an einer psychisch-spirituellen eins zu eins Bekenntnis-Sitzung teilzunehmen, in der jeder Teilnehmer seine bedeutendste tödliche Sünde enthüllt und ein Ritual durchläuft, indem man seinem bösen Selbst gegenüber steht. Man freundet sich mit dem Unheimlichen an und am Ende eines 7 Minuten Rituals wird das Individuum gereinigt und de-besessen sein. Hört sich nach Spaß an?“

Veranstaltungsort:
studio : ilka theurich
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Folgen sie einfach den Hinweisschildern "atelier:performance"
auf dem Gelände des Kulturzentrums Faust.