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Heute, Samstag, 2. Juli 2022
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1. Juni 2022 - 30. Juni 2022
research residence
Studio Ilka Theurich - project space
hat einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in Kanada.
Dienstag, 8. Juni 2021
15:00 - atelier:performance #33 - Dina Rotaru (1:1)
Dina Rotaru trifft auf Josephine Altmeyer

ACHTUNG: Auf Grund der anhaltenden Corona Pandemie wird diese Performance mit nur einer einzigen Performance-Zeug*in umgesetzt. Die Dokumentation der Performance obliegt der anwesenden Zeug*in in ihrer ganz eigenen Art und Weise.

In der Isolation bleibt dem Menschen nur die Objektwelt des Alltags, um sich zu spüren und in Beziehung zu setzen. Wenn alle menschlichen Kontakte immateriell und abstrakt sind, greifen die Hände nach Liebe ins Nichts.

Shibari (jap. „Festbinden; Fesseln“) ist eine traditionelle Form der Begegnung zwischen Körpern und dem Material Seil. Meist sind es mindestens zwei Personen die eine Begegnung mit den Seilen performen. Wenn jedoch kein (Körper-)kontakt möglich ist, praktizieren einige den Selftie, die Art und Weise sich selbst in den sogenannten Rope Space zu versetzen.

Dieser meditative Geisteszustand birgt performatives Potential und wird zum Untersuchungsgegenstand der Arbeit. Mithilfe des eigenen Körpers werden die Handlungsmöglichkeiten des Materials ausgereizt und erforscht.

Die körperlich intensive Auseinandersetzung mit einem Objekt oder Material ist Kern meiner künstlerischen Herangehensweise. Körper als Form, Bewegung, Handlungszentrum, Experimentierfeld und Forschungsinstrument nutzen, mit der Außenwelt in Verbindung treten. Zeit, Raum und Körper setzen sich performativ zueinander in Beziehung und öffnen einen Erfahrungsraum, den physisch-geistige Präsenz erfüllt.

Dina Rotaru: Als Künstlerin befinde ich mich konstant in einem Forschungsprozess. Die dabei auftauchenden Themenbereiche sind immer im Alltag verortet. Eine gesellschaftliche Grenze, die überschritten werden will, Beziehungen, Alltagsobjekte, oder zwischenmenschliche Phänomene. All diese Aspekte finden ihren Ausdruck entweder performativ, oder in Objekten und Installationen. Dabei wird der Forschungsprozess mit jeder künstlerischen Transformation weiter angetrieben. Übrig bleiben Konzepte, Videodokumentationen, oder ein Objekt gewordener Gedankenprozess als Relikt einer intensiven Auseinandersetzung.

dinarotaru.myportfolio.com