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Samstag, 5. Dezember 2020
15:00 - atelier:performance #31 - Surya Tüchler (DE) - 1:1
Surya Tüchler trifft auf Sonja Bürmann

ACHTUNG: Auf Grund der anhaltenden Corona Pandemie wird diese Performance mit nur einer einzigen Performance-Zeug*in umgesetzt. Die Dokumentation der Performance obliegt der anwesenden Zeug*in in ihrer ganz eigenen Art und Weise.

Surya Tüchler (*1980) ist eine in Hamburg lebende Performancekünstlerin. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, wo sie 2010 den Meisterschülertitel in Freier Kunst und ein Stipendium der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz erhielt. Ihre Live-Performances und Video-Performances zeigte sie auf verschiedensten Festivals und in Ausstellungen im In- und Ausland (z.B. Brasilien, England, Finnland, Israel, Italien, Mexiko, Nordirland, Polen, Schweden).

Am Anfang der Performances von Surya Tüchler stehen meist natürliche Materialien mit denen sie Teile ihres Körpers bedeckt und verändert. Durch diesen Akt der Maskierung und Verwandlung erkundet sie verborgene und animalische Seiten. Die inszenierte Verwandlung vollzieht sich erst äußerlich, dann körperlich und mündet in einen innerlichen Wandel. Neben Materialien sind es auch Orte mit denen sich die Künstlerin verbindet. In ihren ortsspezifischen Performances nimmt sie mit ihrem Körper Bezüge zu ihrer Umgebung und zu Gegenständen auf, formt dabei vorgefundene Formen nach, schmiegt sich an, fügt sich ein und reagiert. Ihre Art sich zu bewegen und zu schauen vermittelt dabei die Qualität eines unbekannten Wesens. In Tüchlers archaisch anmutenden Performances entstehen Bilder, die zwischen Mensch und Tier, Schönheit und Ekel, Leben und Tod changieren.

"Ihr berührender Körpereinsatz und ihre Selbstvergessenheit erzeugen einen Sinn für das Verborgene, für das Mysterium und das Geheimnisvolle." (Prof. Dr. Andreas Bee / Kunsthistoriker, 2011)
3. Dezember 2020 - 13. Dezember 2020
The History of Touch by Mischa Badasyan

Studio: Ilka Theurich - Projektraum zu Gast in der TANKE

eine Ausstellung in den Schaufenstern
des Kunstprojektraums TANKE
Sonnenweg 25, 30171 Hannover DEUTSCHLAND

Die Live-Performance für Fotografie fand am 21. Juni 2020 statt

Konzept: Mischa Badasyan
Fotografie: Abdulsalam Ajaj

Was heißt Berührung in Zeiten von einer Pandemie? Einsamkeit und depressive Schübe, sind selbst bei den optimistischsten Menschen zur Zeit ein immer wiederkehrendes Gefühl. Wie gehen wir damit um, was fehlt uns, was können wir an positiven Impulsen an die derzeitige räumliche Distanz einbringen?

"Um etwas zu verstehen, muss man es anfassen."

Mischa Badasyan stieß auf diesen Satz, nachdem er selbst ein großes Bedürfnis nach taktischem Kontakt und Kontakt zu den Menschen um sich herum verspürte. Berührung ist für ihn das wichtigste Werkzeug um Menschen kennenzulernen. "Ich kann mich nur mit jemandem anfreunden, wenn ich diejenige oder denjenigen auch berühren kann."

Für Badasyan ist Körperkontakt der beste Beweis dafür, dass wir existieren und Berührung das Schlüsselwerkzeug der Erkenntnis. "The History of Touch" arbeitet mit Fingerspitzengefühl im öffentlichen Stadtraum und nutzt die künstlerische Arbeit als Kommunikationsform um die Gesellschaft sozial zu berühren, was sich im weiteren Verlauf auch zu einem politischen Diskurs ausweiten und verwandeln kann.

Die Grundidee des Projekte "The History of Touch" sollte einen Reflektionsraum anbieten, der uns ermöglicht mal wieder im Hier und Jetzt unsere direkte Umgebung zu betrachten. In der damaligen Annahme, dass sich im Alltag eher alle Prozesse zu beschleunigen versuchen, damit wir Geld und Zeit sparen, sollte in diesem Projekt die Entschleunigung und das Nachspüren der Berührung gesucht werden. Nun haben wir zwar im Alltag eine massive Entschleunigung durch Covid 19 erfahren, aber müssen plötzlich weitgehend auf Berührung verzichten. Selbst gute Freunde werden nicht mehr in den Arm genommen.

Wie können in dieser Situation aus Fremden Freunde werden? Was, wenn in jedem Kontakt doch auch immer die Angst vor Covid19 mitschwingt? Diese Angst erinnert mich stark an die frühen 80er Jahre. Als man sich unwissend die Frage stellte, ob man aus dem gleichen Glas von jemandem trinken, der mit HIV infiziert ist? Bei Covid wird uns schon die versehentliche Berührung von Fremden in der U-Bahn oder im Bus zu viel – wenn man überhaupt sich noch in öffentliche Verkehrsmittel begibt. Oftmals ist die erste Reaktion Ablehnung, Entfremdung und der Wunsch sich zurückzuziehen.

Das Studio: Ilka Theurich - project space möchte nun mit einer sehr intimen Fotoreihe des Berliner Künstlers Mischa Badasyan im Öffentlichen Stadtraum auf diese Reflexion aufmerksam machen. Hier berührt nicht die Live Performance, sondern die Fotografie eines Live-Momentum, das wiederum als Druck im öffentlichen Stadtraum ausgestellt werden soll.