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Heute, Sonntag, 14. August 2022
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3. September 2022 - 4. September 2022
12:00-19:00 - ZINNOBER 2022
Am 3. und 4. September 2022 ist es wieder soweit: Atelierhäuser, Gemeinschaftsateliers, Galerien, Projekträume und Kunstinstitutionen öffnen Ihre Türen, Kunstausstellungen, Performances und andere Aktionen beleben die ganze Stadt.

Zum ZINNOBER, der Kult-Kunstveranstaltung zum Saisonauftakt, präsentieren sich jedes Jahr Anfang September rund 70 Kunstorte mit über 300 Künstler*innen mit Ausstellungen und Aktionen im ganzen Stadtgebiet. In den Ateliers, Galerien, Projekträumen und Kunsthäusern gibt es das breite Spektrum der zeitgenössischen Kunst in Hannover zu entdecken. Besondere Aktionen, tolle Abendveranstaltungen, ein breites Kunstvermittlungsprogramm mit Führungen und spannenden Angeboten für Kinder ermöglichen tiefere Einblicke.

In den Wochen vorher steht der ZINNOBER Infopoint auf verschiedenen Wochenmärkten und man kann sich über das umfangreiche Programm informieren.
5. Juli 2022 - 9. Juli 2022
15:00 & 17:00 - atelier:masters - Margaret Dragu (CA)
Mit dem neuen Format atelier:masters lädt das Studio:Ilka Theurich “alte Meister der Performance-Kunst” nach Hannover ein. Dieses passiert im Juli 2022 in Kooperation mit dem Projektraum Grüntaler9 (Berlin) und TEOM (Kopenhagen). Den Anfang dieser neuen Reihe macht dann auch gleich eine Legende der kanadischen Performance-Kunst – Margaret Dragu.

Als Innovatorin und Pionierin der kanadischen Kunst arbeitet Margaret Dragu in den Bereichen Video, Installation, Web- und analoge Veröffentlichung und Performance-Kunst. Ihre Arbeiten umfassen kontextabhängige, auf lange Zeit angelegte, interventionistische und gemeinschaftsbasierte Praktiken, die sie bisher in Kanada, den USA und Europa gezeigt hat.

Sie erhielt 2012 den Governor General's Award for Visual and Media Arts, Éminence Grise für 7a*11d, und war 2000 die erste Künstlerin in der FADO1 Publikationsreihe “Kanadische Legenden der Performance-Kunst”. Margaret Dragu feiert ihr 50-jähriges Jubiläum als praktizierende Künstlerin.

Dragu wurde 1953 in Regina geboren. Sie begann ihr künstlerisches Leben als Tänzerin und verzweigte sich dann, um den Körper in jeden Aspekt ihrer Praxis einzubeziehen. “Ob ihr Thema Sex, Kunst, Macht, Politik, Geld oder Mutterschaft ist, Dragu thematisiert den Körper als lebendig und verletzlich. Ihre Arbeit behandelt den menschlichen Körper, jeden menschlichen Körper, als Sakrament”, schreibt Debbie O’Rourke in einem Essay über die Künstlerin. Trotz oder gerade wegen ihres bionischen Status als dankbare Besitzerin von zwei Hüftprothesen ist ihr liebstes künstlerisches Material immer noch der Körper.

Dragu organisiert oft Performance Events außerhalb von Galerien und holt sich die Hilfe von Nicht-Künstler*innen. Diese Performances können Paraden, Brotbacken, Fahnentanz oder das Teilen von Geschichten beinhalten. “Wenn die Teilnehmer*innen nur gehorsam sind, ist es keine Zusammenarbeit”, behauptet sie. “Ich achte darauf, wie herrisch ich bin. Die Arbeit mit Menschen verändert das, was Sie zu tun glauben, es verändert Dich für immer.”

Statement von Margaret Dragu: “Nach einer Zusammenarbeit mit dem Künstler Francisco-Fernando Granados schrieb ich ihm: 'Du drückst meine Gedanken so gut aus, wie ein Echo aus meinem Herzen.' Er antwortete: 'Barthes spricht von der Freude zu verstehen und verstanden zu werden, und das fühle ich, wenn wir arbeiten und uns unterhalten.' Diese Art von Intimität ist es, worum es in der Kunst und beim Kunstschaffen geht. (…) Gesehen zu werden. Gehört zu werden. Verstanden zu werden. Jede*r Künstler*in und jede*r Bürger*in sehnt sich nach diesen Dingen – umso mehr, wenn sie am Rande leben und Kunst machen.” (gekürzt und übersetzt von Ilka Theurich)

margaretdragu.com

Aktivitäten ab 15 Uhr / Performances ab 17 Uhr

bitte anmelden:
ilka.theurich(at)gmail.com

Das Projekt wird unterstützt durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und The Canada Council for the Arts.
4. Juli 2022 - 10. Juli 2022
artist residence - Margaret Dragu (CA)
Küsntler*innen Residenz
im Studio: Ilka Theurich - project space

Als Innovatorin und Pionierin der kanadischen Kunst arbeitet Margaret Dragu in den Bereichen Video, Installation, Web-/analoge Veröffentlichung und Performancekunst. Ihre Arbeiten umfassen Kontext abhängige, langzeit, interventionistische und gemeinschaftsbasierte Praktiken, die sie bisher in Kanada, den USA und Europa gezeigt hat.

Sie erhielt 2012 den Governor General's Award for Visual and Media Arts, Éminence Grise (2012) für 7a*11d, und war 2000 die erste Künstlerin in der Publikationsreihe vom FADO (FADO Performance Inc. - Performance Art Centre) Kanadische Legenden der Performance-Kunst. Margaret Dragu feiert ihr 50-jähriges Jubiläum als praktizierende Künstlerin. Trotz oder gerade wegen ihres bionischen Status als dankbare Besitzerin von zwei Hüftprothesen ist ihr liebstes künstlerisches Material immer noch der Körper.

http://margaretdragu.com/


Dieses Projekt wurde gefördert durch // This Project was funded by:

Kuturbüro der Landeshauptstadt Hannover
Canadia Council for the Arts
1. Juni 2022 - 30. Juni 2022
research residence
Studio Ilka Theurich - project space
hat einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in Kanada.
Samstag, 14. Mai 2022
15:00 - atelier:performance #36
sound art meets body based performance art

RHEREMITA CERA

Rheremita Cera ist eine queere brasilianische Multimedia-Künstlerin mit Sitz in Berlin, die intersektionale feministische Themen durch Kollaborationen und experimentelle Prozesse des Komponierens von Videos, Musik, Poesie, Kleidung und Performance reflektiert.

Bis 2021 trat sie als Sängerin in der Punkrockband Anti-Corpos auf, wo sie guturale Techniken untersuchen und ihre stimmlichen Vorstellungen erweitern konnten, die sie während ihres Chorgesangsstudiums 2009-2011 erworben hatten. Sie studierten auch klassische Musik als Kontrabassist und integrierten zwischen 2010 und 2011 das Staatliche Jugendorchester von São Paulo. Seit 2017 haben sie einige unabhängige EPs und Videos veröffentlicht, darunter À VIVA, AVIVA! (2022), U R A N U S P L A N E T (2021) und Rheremita Singles (2021). Als Komponist und Sänger der Popband LAPOSIVY haben sie den Videoclip NO WORDS (2022) und die EP ELEVEN ELEVEN (2022) veröffentlicht.

FRAUKE MATERLIK

Die neue Performance von Frauke Materlik mit dem Titel „linie“ kommt im ersten Augenblick sehr formal daher, ist aber auf dem zweiten Blick, eine sehr persönliche. Wann haben sie das letzte mal den Faden verloren, oder wann ist er ihnen gerissen? Was fällt ihnen ein wenn sie die Begriffe Striche, Gedankenlinien, oder Pfade hören.

Die Performance „linie“untersucht gerade und organische Linien, Spuren, die verwischen, Verbindungen, Unterbrechungen, Verknüpfungen und Kreise die sich schließen. Es entstehen flüchtige Augenblicke, ungeplante Verwebungen, Schichtungen und Richtungswechsel.

Frauke Materlik ist Künstlerin, Gärtnerin und Landschaftsarchitektin. In ihren multimedialen Arbeiten beschäftigt sie sich mit der zeitgenössischen Landschaft und ihren Transformationsprozessen. Im Architekturstudium ist Materlik durch Prüfungen gefallen, weil sie nicht freihändig gerade Linien zeichnen kann. Im Tausch gegen Mittagessen erledigte damals ein guter Freund die Zeichnungen. Seitdem sammelt und produziert sie Linien.

2018-2022 gefördert aus Mitteln der Atelier- und Projektraumförderung der Stadt Hannover, der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und der Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung.

EINTRITT FREI!

Studio: Ilka Theurich - project space
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover